Neu im Sortiment: 5-HTP aus Griffonia-Extrakt

Neu im Sortiment: 5-HTP aus Griffonia-Extrakt

5-HTP ist der Ausgangsstoff für die Bildung von Serotonin und Melatonin. Beide Botenstoffe steuern eine Vielzahl wichtiger Abläufe im Körper. 5-HTP wird deshalb als Nahrungsergänzung eingesetzt, um die körpereigene Bildung von Serotonin und Melatonin zu unterstützen.

Was ist 5-HTP? 

5-Hydroxytryptophan, kurz 5-HTP, ist die direkte Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin, der häufig auch als „Glückshormon“ bezeichnet wird. Serotonin wiederum ist die Grundlage für die Bildung von Melatonin, dem bekannten „Schlafhormon“. 

5-HTP selbst kommt in der Nahrung nicht vor. Der Körper kann es jedoch aus der essenziellen Aminosäure L-Tryptophan herstellen. L-Tryptophan ist in verschiedenen Lebensmitteln enthalten, etwa in Fisch, Fleisch, Käse, Eiern, Kakao sowie in verschiedenen Nüssen und Samen. Obst und Gemüse liefern dagegen nur sehr geringe Mengen. 

Für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln wird 5-HTP aus den Samen der afrikanischen Schwarzbohne (Griffonia simplicifolia) gewonnen. Diese Pflanze wächst in Westafrika und wird dort traditionell seit Langem genutzt. 

Anwendungsgebiete von 5-HTP 

5-HTP wird eingesetzt, um die körpereigene Bildung von Serotonin und Melatonin zu unterstützen. Um die Bedeutung dieses Vorstoffs zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die vielfältigen Aufgaben dieser beiden Substanzen. 

Die Aufgaben von Serotonin 

Serotonin ist einer der wichtigsten Neurotransmitter des menschlichen Körpers. Es wirkt nicht nur im zentralen Nervensystem, sondern auch in vielen anderen Organen. Rund 90 bis 95 % des Serotonins werden im Darm gebildet, während nur etwa 5 bis 10 % im Gehirn entstehen. Da Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann, müssen die Nervenzellen im Gehirn ihren Bedarf selbst decken – mithilfe von 5-HTP als Vorstufe. 

Serotonin beeinflusst zahlreiche Prozesse: 

  • Psyche: Es steht in engem Zusammenhang mit Stimmung und emotionaler Stabilität. 
  • Schmerzempfinden: Serotonin reguliert die Schmerzwahrnehmung. Ein Serotoninmangel kann mit einem erhöhten Schmerzempfinden und einer Chronifizierung von Schmerzen in Zusammenhang stehen. 
  • Appetit und Essverhalten: Serotonin hat einen Einfluss auf unser Hunger- und Sättigungsgefühl. Sinkt der Serotoninspiegel, kann Heißhunger entstehen – oft auf kohlenhydratreiche Lebensmittel. Regelmäßige Heißhungerattacken können Übergewicht begünstigen und den Gewichtsverlust erschweren. 
  • Körpertemperatur und Kreislauf: Serotonin spielt eine Rolle bei der Regulation der Körpertemperatur und des Blutdrucks. 
  • Sexualverhalten: Es wirkt regulierend und meist hemmend, während andere Neurotransmitter wie Dopamin aktivierend wirken. 
  • Verdauung: Im Magen-Darm-Trakt regt Serotonin die Darmbewegung und die Bildung von Verdauungssäften an. 
  • Vorstufe weiterer Botenstoffe: Serotonin ist Ausgangsstoff für die Bildung von Melatonin und beeinflusst die Bildung der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin. 

Ein Mangel an Serotonin kann sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Häufige Symptome sind Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen, Ängste, erhöhte Schmerzempfindlichkeit, Heißhunger, Libidoverlust oder Verdauungsprobleme. Da Serotonin die Grundlage für Melatonin bildet, geht ein Serotoninmangel häufig auch mit einem Melatoninmangel einher. 

Die Aufgaben von Melatonin 

Melatonin wird in der Zirbeldrüse (Epiphyse) des Gehirns aus Serotonin gebildet – vor allem in den Abendstunden, wenn es dunkel wird. Bekannt ist es als „Schlafhormon“, da es den Tag-Nacht-Rhythmus steuert und so für einen erholsamen Schlaf sorgt. 

Darüber hinaus erfüllt Melatonin weitere wichtige Aufgaben: 

  • Es wirkt als starkes Antioxidans im zentralen Nervensystem und schützt Nervenzellen vor oxidativem Stress. Eine erhöhte Belastung mit freien Radikalen wird mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz, Parkinson oder Multipler Sklerose in Verbindung gebracht. 
  • Melatonin ist an der Regulierung der Körpertemperatur beteiligt. 
  • Es beeinflusst die Ausschüttung anderer Hormone, darunter auch Insulin. 

Ein Mangel an Melatonin kann sich unter anderem durch Schwierigkeiten beim Einschlafen, unruhigen Schlaf oder eine verminderte Schlafqualität äußern. Hinzu kommen die langfristigen Risiken durch den mangelnden antioxidativen Schutz im zentralen Nervensystem. 

Mögliche Ursachen für einen Mangel an Serotonin und Melatonin 

Die Bildung von Serotonin und Melatonin kann durch viele Faktoren beeinträchtigt werden: 

  • Chronischer Stress: Dauerhaft erhöhte Cortisolspiegel hemmen die Serotoninbildung. 
  • Darmprobleme: 5-HTP und Serotonin entstehen zum größten Teil im Darm. Eine gestörte Darmflora, ein Leaky-Gut-Syndrom oder chronische Darmentzündungen führen zu einer verminderten Bildung dieser Stoffe im Darm. Gleichzeitig ist auch die Aufnahme wichtiger Vitalstoffe reduziert, die z. B. als Cofaktoren (Hilfsstoffe) für die Serotoninbildung im Gehirn wichtig sind. 
  • Chronische Entzündungen und Infektionen: Bei chronischen Entzündungen und Infektionen wird Tryptophan bevorzugt in den sogenannten Kynurenin-Stoffwechsel geleitet, statt für die Serotoninbildung genutzt zu werden. Das unterstützt den Energiestoffwechsel, reguliert das Immunsystem und entzieht Krankheitserregern eine wichtige Wachstumsgrundlage. Gleichzeitig steht dadurch jedoch weniger Tryptophan für die Bildung von Serotonin zur Verfügung. 
  • Nährstoffmängel: Eine zu geringe Aufnahme von L-Tryptophan, z. B. bei sehr eiweißarmer bzw. bei veganer oder vegetarischer Ernährung, kann die Serotoninbildung einschränken. Hinzu kommt, dass Cofaktoren wie Vitamin B6, Magnesium und Folsäure für die Umwandlung benötigt werden. Liegen diese Stoffe im Mangel vor, kann der Körper weder Serotonin noch Melatonin in ausreichender Menge bilden. 
  • Giftstoffe: Schadstoffe können oxidativen Stress auslösen, das Mikrobiom schädigen, den Kynurenin-Weg verstärken und den Verbrauch wichtiger Mikronährstoffe erhöhen. 
  • Alterung: Mit zunehmendem Alter sinkt die Aktivität der beteiligten Enzyme. 
  • Blaues Licht am Abend: Bildschirmlicht mit hohem Blauanteil hemmt die Melatoninproduktion und stört den natürlichen Biorhythmus. 
  • Genetische Faktoren: Varianten bestimmter Enzyme können die Serotonin- und Melatoninbildung zusätzlich beeinflussen. 

Wie wird ein Mangel diagnostiziert? 

Ein Mangel an Serotonin oder Melatonin lässt sich nicht mit einem einzelnen Test zuverlässig feststellen. In der Praxis werden Symptome und Laborwerte gemeinsam betrachtet. 

Wichtige Laboruntersuchungen sind: 

  • Serotonin: Kann im Blut, im Urin oder in den Blutplättchen gemessen werden. Diese Werte spiegeln jedoch vor allem den Serotoninspiegel im Körper wider, nicht den im Gehirn. Indirekt kann auch das Abbauprodukt 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) im Urin bestimmt werden. 
  • Melatonin: Die Konzentration wird meist über Blut- oder Speicheltests ermittelt, typischerweise in Proben am Abend und in der Nacht. So lässt sich die Ausschüttung über den Tag hinweg darstellen. 

Vorteile von 5-HTP statt L-Tryptophan 

Die Verwendung von 5-HTP bei festgestelltem Serotoninmangel bietet verschiedene Vorteile im Vergleich zu L-Tryptophan: 

  • Direkter Transport ins Gehirn: L-Tryptophan konkurriert mit anderen Aminosäuren um den Transport ins Gehirn, während 5-HTP die Blut-Hirn-Schranke unabhängig passieren kann. 
  • Gezielte Verwendung: L-Tryptophan wird im Körper für viele Prozesse benötigt – etwa für den Eiweißaufbau, die Bildung von Vitamin B3 oder den Kynurenin-Stoffwechsel. Nur ein kleiner Teil steht tatsächlich für die Bildung von Serotonin und Melatonin zur Verfügung. 5-HTP hingegen wird fast ausschließlich in diese Botenstoffe umgesetzt.  
  • Keine zusätzliche Umwandlung nötig: L-Tryptophan muss enzymatisch mit Hilfe verschiedener Cofaktoren in 5-HTP umgewandelt werden. 5-HTP ist bereits die direkte Vorstufe von Serotonin und benötigt keine weiteren Zwischenschritte. 
  • Unabhänging vom Kynurenin-Weg: Bei chronischen Entzündungen oder Infektionen wird Tryptophan vermehrt in den Kynurenin-Stoffwechsel geleitet und steht dadurch nicht mehr für die Serotoninbildung zur Verfügung. 5-HTP ist hiervon nicht betroffen. 

Einnahme und Dosierung von 5-HTP 

Die Dosierung sollte in Absprache mit einem Therapeuten erfolgen und richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Übliche Dosierungen liegen zwischen 100 und 300 mg pro Tag. In unserem Produkt befinden sich pro Kapsel 400 mg des Griffonia-Extrakts mit einem Gehalt von 100 mg an 5-HTP. 

Folgende Hinweise sind bei der Einnahme zu beachten: 

  • Zeitpunkt: Die Einnahme ist grundsätzlich zu jeder Tageszeit möglich. Empfehlenswert ist es jedoch, die Tagesdosis auf mehrere Portionen – zum Beispiel morgens, mittags und abends – zu verteilen. Steht vor allem die Schlafqualität im Vordergrund, bietet sich die Einnahme am Abend an. 
  • Einschleichen: Häufig ist es sinnvoll, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese schrittweise zu erhöhen. 
  • Mit oder ohne Mahlzeit: 5-HTP kann sowohl nüchtern als auch mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Bei empfindlichem Magen ist die Einnahme zu den Mahlzeiten meist besser verträglich. 
  • Einnahmedauer: Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem individuellen Bedarf und erfolgt nach Empfehlung des behandelnden Therapeuten. In der Regel wird 5-HTP für einige Monate verwendet, während die zugrundeliegenden Ursachen für den Mangel behandelt werden. 

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen 

Bei Einnahme in den empfohlenen Dosierungen gilt 5-HTP als gut verträglich, Nebenwirkungen sind selten. Am häufigsten tritt bei höheren Mengen eine leichte Übelkeit auf. In diesem Fall kann es hilfreich sein, die Dosis zu verringern und auf mehrere Einnahmezeitpunkte am Tag zu verteilen. Gelegentlich können zudem Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Schlaflosigkeit auftreten. 

Da 5-HTP die Bildung von Serotonin unterstützt, sollte es nicht gleichzeitig mit Medikamenten eingenommen werden, die ebenfalls auf den Serotoninstoffwechsel wirken. Dazu gehören beispielsweise: 

  • bestimmte Antidepressiva (z. B. Fluoxetin), 
  • Opioide (z. B. Tramadol, Methadon), 
  • Migränemittel aus der Gruppe der Triptane (z. B. Sumatriptan). 

Auch die Kombination mit anderen Substanzen, die den Serotoninhaushalt beeinflussen, wird nicht empfohlen. Dazu zählen L-Tryptophan, S-Adenosyl-Methionin (SAM), Safran-Extrakt sowie die Parkinson-Medikamente Carbidopa und L-Dopa. 

Folgende Personengruppen sollten auf die Einnahme von 5-HTP verzichten: 

  • Schwangere und Stillende 
  • Menschen mit schweren Nieren- oder Lebererkrankungen 

Weitere Nahrungsergänzungen in Kombination 

Um den Serotonin-Stoffwechsel optimal zu unterstützen, ist es sinnvoll, 5-HTP mit wichtigen Cofaktoren zu kombinieren. Dazu gehören insbesondere Magnesium, Zink sowie die Vitamine B3, B6 und B9 (Folsäure). 

Folgende Allvital-Produkte liefern diese Nährstoffe in hochwertiger Form: 

  • Vitamin B Komplex: Enthält alle acht essenziellen B-Vitamine in ausgewogener Zusammensetzung. 
  • Magnesium Plus: Liefert gut bioverfügbares Magnesiumcitrat, kombiniert mit Vitamin B6 zur verbesserten Aufnahme in die Zellen. 
  • Zink: Vereint drei organische Zinkverbindungen mit hoher Bioverfügbarkeit. 

Zur Förderung der Darmgesundheit empfehlen wir außerdem den Darm-Hirn-Komplex, der gezielt die Darm-Hirn-Achse unterstützt. 

Für eine längerfristige Anwendung bei Schlafproblemen eignet sich unser Schlaf-Komplex. Er enthält 5-HTP in sehr niedriger Dosierung (15 mg pro Kapsel) sowie weitere Vitalstoffe, die einen gesunden Schlaf und den natürlichen Biorhythmus unterstützen. 

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